Weltbeste Hochspringer zu Besuch in Hilchenbach

Weltbeste Hochspringer zu Besuch in Hilchenbach

von Elke Althaus-Münker

Kaum zu glauben, aber die Leichtathletik Abteilung des TuS Hilchenbach hatte ganz besonderen Besuch aus Russland: Mariya  Kuchina, frisch gebackene Diamond League Gesamtsiegerin im Hochsprung mit ihrem russischen Trainingspartner und Freund Vadim  Vrublevskiy. Der aktuell Jahres-Weltranglisten 51ste, mit einer Höhe von 2,25 m,  holte seine     Mariya in Frankfurt Flughafen ab, um gemeinsam mit ihr, seiner in Hilchenbach lebende Mutter einen Kurzbesuch zu machen. Kuchina hatte wenige Tage zuvor den letzten Wettkampf der lAAF Diamond Legue Serie in Marrakesch / Marokko mit einer Höhe von 1,99 m für sich entschieden.  Das war der 4. Sieg der Serie und vor Vlasic, Simic und Chicherova. Die 21-jährige Mariya holte den begehrten Gesamtsieg und schraubte sich an die Spitze der Jahresweltrangliste! Persönliche Bestleistung in Stockholm/ Halle mit 2,01 Meter. 2009 Vize-Jugend Weltmeisterin als 16 Jährige mit 1.85 m. 2010 gewann sie Gold bei den Jugend Olympischen Spielen in Singapur, 2011 Gewinnerin in Tallin Junioren Europameisterschaft 1,97 m.


Ja und dann waren sie auf dem Hilchenbacher Sportplatz zu Gast bei der Leichtathletik Abteilung, einer Gruppe von ca. 40 aktiven Schülern und Schülerinnen, die alle sehr gespannt waren, wie wohl solche Top-Höhenflieger in Natura sind…? Abgesehen von kleinen Verständigungsproblemen, welche leicht durch russisch stämmige Abteilungsmitglieder aus eigenen Reihen zu lösen waren, klappte die besondere Trainingsstunde hervorragend. Aufwärmphase, Gymnastik und Dehnübungen auf dem Rasenplatz bei Siegerländer Sonnenschein, so fing die besondere Trainingseinheit schon mal gut an. Dann ging es an die extra nach draußen geschaffene Hochsprunganlage. Maria demonstrierte mit unglaublicher Leichtigkeit, welche Vorübungen zu Überquerung der Hochsprunglatte ausgeführt werden müssen. Akrobatische Bogenspannung und grazile Landemanöver lösten bei allen Athleten Erstaunen aus. Vadim, übrigens ebenfalls erst 21 Jahre, zeigte mit leichtem Sportschuh, wie Schersprung Straddle (Wälzsprung) und Fosbury-Flop mit wenigen Schritten über schwindelnde Höhen aussehen kann. Natürlich durften dann in Folge die Hilchenbacher Nachwuchs Athleten ihr eigenes  „Können“ präsentieren. Korrigiert wurden sie im Anschluss, mit Hilfe von Dolmetscherin Anastasia, von beiden Hochsprung Profis. Sie studieren natürlich noch in Russland neben dem Trainingsalltag.


Nach den aktiven Demonstrationen ging es zum gemütlichen und informativen Teil über.
Viele Fragen, viele Autogramme und natürlich Erinnerungsfotos  mussten die Nachwuchssportler für sich haben. Allerdings waren die Ratschläge beider Top Athleten für die Abteilungsmitglieder auch von Bedeutung. Mariya, die als 7 Jährige zur Leichtathletik kam, machte als Schülerin alle Disziplinen / Mehrkampf und auch Mittelstrecke mit. Erst ab ihrem 13. Lebensjahr kristallisierte sich ihre Begabung und Freude am Hochsprung heraus.
Seit 8 Jahren trainiert sie 5x wöchentlich bei ihrem ehemaligen Entdecker und Heimtrainer. Gabrilyan. Sie hätte niemals damit gerechnet, dass sie bereits mit 21 Jahren an die Weltspitze heran kommen könnte. Ihr Rat an die Jugend: Glaubt an euch, trainiert fleißig und hört immer auf eure Trainer. (Mit einem Lächeln in die Gruppe)
Im kommenden Jahr 2015 steht die Qualifikation für die WM in Peking / China an und vielleicht sogar 2016 Rio de Janeiro die Olympische Spiele.


Doch bis dahin ist der Weg für sie und Vadim mit einigen „ Hürden“ Qualifikationswettkämpfen und unzähligen, hoffentlich verletzungsfreien, Trainingseinheiten bestückt. Der Weltrekord bei den Frauen liegt zurzeit bei 2,09 m. Diese 8 cm sind für einen Marathon Läufer nicht, für einen Hochringer eine weite Strecke!
Wir Hilchenbacher  Leichtathleten drücken den beiden, überaus sympathischen Sportlern aus Russland die Daumen und möchten den Kontakt gerne aufrechterhalten. Schließlich haben sie jetzt unser blaues Abteilungstrikot. Dank des russisch-stämmigen Sportlers in unseren Reihen, nebst gastfreudigen Eltern ist die Kommunikation gesichert.

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